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Wie man ein altes oder klassisches Auto im Winter richtig lagert – kompletter Leitfaden

Praktische Tipps zur Winterlagerung für klassische Autos, Oldtimer und selten genutzte Fahrzeuge.

Wie man ein altes oder klassisches Auto im Winter richtig lagert – kompletter Leitfaden

Einleitung

Die Lagerung eines klassischen, Oldtimer- oder selten gefahrenen Autos über den Winter erfordert sorgfältige Vorbereitung. Niedrige Temperaturen, Streusalz, Feuchtigkeit und lange Standzeiten können Lack, Metall, Kraftstoffsysteme, Batterien und den Innenraum beschädigen. Dieser Leitfaden erklärt wie man ein altes Auto im Winter richtig lagert und bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie eine leicht verständliche Checkliste.

1. Den richtigen Lagerort wählen

Der gewählte Stellplatz hat großen Einfluss auf den Erhalt des Fahrzeugs. Bevorzugen Sie eine saubere, trockene und gut belüftete Garage. Falls diese nicht verfügbar ist, kann ein gut belüfteter Carport oder eine hochwertige, atmungsaktive Autoabdeckung im Freien genutzt werden.

  • Optimal: Trockene Garage (optional beheizt) — schützt vor Schnee, Salz und Wind.
  • Gut: Carport oder überdachte Stellfläche — schützt vor Niederschlag, aber nicht vor Kälte.
  • Akzeptabel (letzte Option): Außenlagerung mit atmungsaktiver Abdeckung und Unterbodenschutz.

2. Waschen, Reinigen und Trocknen

Reinigen Sie die Karosserie, Radkästen und den Unterboden gründlich, um Salz und Schmutz zu entfernen. Tragen Sie Wachs oder Versiegelung auf, um Korrosion zu reduzieren. Stellen Sie sicher, dass das Fahrzeug vollständig trocken ist, bevor Sie es einlagern — eingeschlossene Feuchtigkeit fördert Rost.

Besonders Unterboden und Radkästen gründlich waschen und trocknen.

3. Rostschutz & Unterbodenschutz

Ältere Fahrzeuge sind anfällig für Korrosion. Beschädigungen am Lack und blankes Metall sollten behandelt und der Unterboden mit Rostschutz versehen werden. Feuchtigkeitsabsorber im Innenraum und Kofferraum helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

  • Beschädigte Stellen ausbessern und Metall versiegeln.
  • Unterbodenbeschichtung oder Hohlraumwachs auftragen.
  • Silica-Gel-Packs oder kleine Luftentfeuchter in geschlossenen Garagen verwenden.

4. Motor, Öl & Kraftstoffsystem

Wechseln Sie vor der Einlagerung Öl und Filter — frisches Öl reduziert saure Rückstände, die Bauteile angreifen können. Füllen Sie den Kraftstofftank und fügen Sie einen Kraftstoffstabilisator hinzu, um das System zu schützen (besonders wichtig bei Vergasermodellen oder Metalltanks).

5. Batteriepflege

Für längere Standzeiten die Batterie entfernen und an einem trockenen, temperierten Ort lagern. Alle 4–8 Wochen aufladen oder ein intelligentes Ladegerät nutzen, falls die Batterie im Fahrzeug bleibt.

6. Reifen & Fahrwerk

Vermeiden Sie Standplatten und Federungsschäden, indem Sie die Reifen auf den maximal empfohlenen Druck aufpumpen oder das Auto auf Stützen stellen. Bei Verwendung von Wagenhebern sollten Radnaben abgedeckt werden, um Feuchtigkeit und Schädlinge fernzuhalten.

7. Innenraumschutz & Schimmelprävention

Innenraum reinigen und saugen, Fußmatten entfernen und trocknen, Feuchtigkeitsabsorber in Kabine und Kofferraum legen. Bei trockener Lagerung Fenster leicht öffnen oder passive Belüftung gewährleisten, um abgestandene Luft und Schimmel zu vermeiden.

8. Wahl einer Autoabdeckung

Für Garagenlagerung atmungsaktive, weiche Abdeckung verwenden. Für Außenlagerung eine hochwertige, wetterfeste Abdeckung nutzen, die Luftzirkulation zulässt. Günstige Plastikabdeckungen vermeiden — sie stauen Feuchtigkeit und fördern Rost.

9. Auto starten oder nicht?

Kurzzeitige Starts ohne Fahrt können mehr schaden als nützen, da sie Kondensation erzeugen. Nur starten, wenn das Auto auf Betriebstemperatur gefahren werden kann und eine 15–20-minütige Fahrt möglich ist. Bevorzugen Sie warme, trockene Tage für Wartungsfahrten.

10. Frühjahrs-Checkliste

Nach der Winterlagerung folgende Routine durchführen:

  • Batterie wieder einbauen und testen.
  • Reifendruck und Zustand prüfen.
  • Bremsen, Kraftstoffleitungen und Schläuche auf Lecks oder poröse Stellen prüfen.
  • Motor aufwärmen und auf ungewöhnliche Geräusche oder Lecks achten.
  • Unterboden und Chassis auf neuen Rost oder Feuchtigkeitsschäden prüfen.

Zusammenfassung & Schnell-Checkliste für Winterlagerung

Richtige Winterlagerung verlängert die Lebensdauer eines alten oder klassischen Autos. Vor der Einlagerung die folgende Checkliste befolgen:

  • Auto waschen, trocknen und wachsen
  • Beschädigungen ausbessern und Unterboden schützen
  • Öl und Filter wechseln
  • Kraftstofftank füllen + Stabilisator
  • Batterie entfernen oder pflegen
  • Reifen aufpumpen oder Auto auf Stützen stellen
  • Feuchtigkeitsabsorber im Innenraum verwenden
  • Mit atmungsaktiver Autoabdeckung abdecken