Praktische Tipps zur Winterlagerung für klassische Autos, Oldtimer und selten genutzte Fahrzeuge.
Die Lagerung eines klassischen, Oldtimer- oder selten gefahrenen Autos über den Winter erfordert sorgfältige Vorbereitung. Niedrige Temperaturen, Streusalz, Feuchtigkeit und lange Standzeiten können Lack, Metall, Kraftstoffsysteme, Batterien und den Innenraum beschädigen. Dieser Leitfaden erklärt wie man ein altes Auto im Winter richtig lagert und bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie eine leicht verständliche Checkliste.
Der gewählte Stellplatz hat großen Einfluss auf den Erhalt des Fahrzeugs. Bevorzugen Sie eine saubere, trockene und gut belüftete Garage. Falls diese nicht verfügbar ist, kann ein gut belüfteter Carport oder eine hochwertige, atmungsaktive Autoabdeckung im Freien genutzt werden.
Reinigen Sie die Karosserie, Radkästen und den Unterboden gründlich, um Salz und Schmutz zu entfernen. Tragen Sie Wachs oder Versiegelung auf, um Korrosion zu reduzieren. Stellen Sie sicher, dass das Fahrzeug vollständig trocken ist, bevor Sie es einlagern — eingeschlossene Feuchtigkeit fördert Rost.
Besonders Unterboden und Radkästen gründlich waschen und trocknen.
Ältere Fahrzeuge sind anfällig für Korrosion. Beschädigungen am Lack und blankes Metall sollten behandelt und der Unterboden mit Rostschutz versehen werden. Feuchtigkeitsabsorber im Innenraum und Kofferraum helfen, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.
Wechseln Sie vor der Einlagerung Öl und Filter — frisches Öl reduziert saure Rückstände, die Bauteile angreifen können. Füllen Sie den Kraftstofftank und fügen Sie einen Kraftstoffstabilisator hinzu, um das System zu schützen (besonders wichtig bei Vergasermodellen oder Metalltanks).
Für längere Standzeiten die Batterie entfernen und an einem trockenen, temperierten Ort lagern. Alle 4–8 Wochen aufladen oder ein intelligentes Ladegerät nutzen, falls die Batterie im Fahrzeug bleibt.
Vermeiden Sie Standplatten und Federungsschäden, indem Sie die Reifen auf den maximal empfohlenen Druck aufpumpen oder das Auto auf Stützen stellen. Bei Verwendung von Wagenhebern sollten Radnaben abgedeckt werden, um Feuchtigkeit und Schädlinge fernzuhalten.
Innenraum reinigen und saugen, Fußmatten entfernen und trocknen, Feuchtigkeitsabsorber in Kabine und Kofferraum legen. Bei trockener Lagerung Fenster leicht öffnen oder passive Belüftung gewährleisten, um abgestandene Luft und Schimmel zu vermeiden.
Für Garagenlagerung atmungsaktive, weiche Abdeckung verwenden. Für Außenlagerung eine hochwertige, wetterfeste Abdeckung nutzen, die Luftzirkulation zulässt. Günstige Plastikabdeckungen vermeiden — sie stauen Feuchtigkeit und fördern Rost.
Kurzzeitige Starts ohne Fahrt können mehr schaden als nützen, da sie Kondensation erzeugen. Nur starten, wenn das Auto auf Betriebstemperatur gefahren werden kann und eine 15–20-minütige Fahrt möglich ist. Bevorzugen Sie warme, trockene Tage für Wartungsfahrten.
Nach der Winterlagerung folgende Routine durchführen:
Richtige Winterlagerung verlängert die Lebensdauer eines alten oder klassischen Autos. Vor der Einlagerung die folgende Checkliste befolgen: